Atemaussetzer in der Nacht
Atemaussetzer in der Nacht sind ein unterschätztes, aber weit verbreitetes Problem. Viele Betroffene bemerken die Aussetzer nicht selbst – meist sind es Partner oder Familienmitglieder, die auf auffälliges Schnarchen oder Atempausen hinweisen. Patienten suchen häufig nach einem „Schlaflabor in meiner Nähe“, sobald der Verdacht auf eine Schlafapnoe besteht. Diese Störung kann unbehandelt zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.
Ursachen für nächtliche Atemaussetzer sind vielfältig: eine Erschlaffung der Rachenmuskulatur, anatomische Verengungen der oberen Atemwege, Übergewicht, Alkohol- oder Medikamentenkonsum oder chronische Erkrankungen wie Asthma oder Allergien. Die nächtlichen Atempausen führen zu wiederholten Sauerstoffabfällen im Blut, was den Körper enorm belastet.
Die Diagnostik beginnt in vielen schlafmedizinischen Zentren in Mainz oder Wiesbaden mit einem ambulanten Schlafscreening zu Hause. Dabei werden Atmung, Sauerstoffsättigung, Puls und Schnarchgeräusche über Nacht aufgezeichnet. Liegen Auffälligkeiten vor, folgt eine Untersuchung im Schlaflabor, in dem zusätzlich Schlafphasen, Bewegungen und Atemfluss genauer analysiert werden.
Je nach Schweregrad wird anschließend eine Therapie eingeleitet: Dazu zählen CPAP-Geräte, Unterkiefer-Schienen, Gewichtsreduktion, Anpassung der Schlafposition oder Änderungen im Lebensstil. Das Ziel: Atempausen zu reduzieren, Schlafqualität zu verbessern und langfristigen gesundheitlichen Risiken vorzubeugen.
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